“Die Papier- und Pappindustrie: Hohe Materialbeschaffungskosten in einem gesättigten Markt”

Paper & Cardboard

Die Papierindustrie ist zu einem globalen Markt geworden. Auf Europa entfällt mit einem Anteil von 27 Prozent der globalen Produktion ein Drittel dieses Marktes. Insbesondere Asien (z. B. China) hat die Nachfrage nach Papiermasse erhöht, was zu einem Anstieg der europäischen Rohmaterialpreise geführt hat. Doch Zeitungen werden dünner, es werden weniger Anzeigen geschaltet, und die Auflagenhöhe sinkt stetig. Dadurch ist in der Papierindustrie eine Überkapazität entstanden.

“TPM ermöglicht es, die Materialbeschaffungskosten nachhaltig zu senken”

Wie kann ein Papier- und Pappunternehmen seinen Wettbewerbern voraus bleiben? Es kann die Kosten auf zwei Arten verringern. Die erste besteht in der Verringerung der Lohnkosten. Weniger Mitarbeiter arbeiten mehr, und die Effektivität der Papiermaschine wird gesteigert. In der Regel besteht jedoch kaum Spielraum für die Umsetzung dieser ersten Option. Die zweite Möglichkeit besteht in der Optimierung der Produktion: Indem nur in Aktivitäten investiert wird, welche die Produkte in den Augen des Kunden wervoller machen. Aktivitäten, die nicht dieser Wertsteigerung dienen, werden als Verluste angesehen.

TPM in der Papier- und Pappindustrie

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TPM hat zwei Grundprinzipien: “Akzeptiere keine Verluste” und “Ownership”. Verluste sind alle Aktivitäten, die den Wert der Produkte für den Kunden nicht erhöhen, beispielsweise Wartezeiten (Einrichtungs-, Reparatur- und Reinigungszeiten), Lagerarbeiten und Prüfungen. In vielen traditionellen Unternehmen sind die Manager “Problemlöser”, und die Bediener können sich mit ihren Problemen an sie wenden. Ownership bedeutet, dass sich alle Mitarbeiter für die Lösung entstehender Schwierigkeiten engagieren. Letztendlich geht es darum, für die Produktion und die technische Abteilung eine “Win-Win”-Situation zu erreichen.

 

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